PVC

Was genau ist PVC eigentlich?

Bei diesem Untergrund handelt es sich zunächst um eine Abkürzung, die im Ganzen für Polyvinylchlorid steht. Dabei handelt es sich um einen Kunststoff, der sowohl in hart und weich unterteilt wird. Während die harte Version der Kunststoffe dazu verwendet wird, Rohre, Schallplatten oder Fensterprofile herzustellen, ist die weiche Version der Kunststoffe vor allem für Böden oder Kabelummantelungen gedacht.

In diesem Ratgeber soll es aber um den Bodenbelag gehen und wie Sie am besten mit ihm umgehen. Dabei ist diese Art von Belag sehr vielseitig: ob nun in „normaler“ Form, in Laminat auch in Fliesen-Optik- Ihren Wünschen sind keinerlei Grenzen gesetzt. Zudem können Sie aus verschiedenen Varianten wählen: ob Sie den PVC lieber verkleben, klicken oder lose verlegen möchten. Somit ist es möglich, dass Sie sich Ihr Wunschzuhause, inklusive stylischem Boden selbst „bauen“.

Etliche Märkte bieten den Belag als Meterware und in vielen Farben, Musterungen und Dicken an. So können Sie den Untergrund eines jeden Zimmers individuell bestimmen. Der PVC wird in insgesamt sieben Nutzungsklassen unterteilt, hier werden vor allem unterschiedliche Eigenschaften charakterisiert: der Pflegeaufwand, die (Tritt)Schalldämmung, usw. Diese Merkmale werden zudem auf der Verpackung angegeben, so dass Sie die richtige Auswahl treffen können. Zudem gilt dieser Untergrund sicherheitstechnisch als schwer entflammbar.

Den PVC Boden verlegen: schnell und effizient

Haben Sie sich dazu entschlossen, Ihren alten Untergrund zu ersetzen, müssen Sie natürlich wissen, worauf beim Verlegen zu achten ist.

Schritt 1: Sie sollten alle alten Reste des vorherigen Untergrunds entfernen, auch Schmutz und Klebereste. Bei Unebenheiten empfiehlt es sich, diese mit Spachtelmasse auszugleichen. Lassen Sie diese erst ausreichend trocknen, ehe Sie den neuen PVC Boden verlegen.

Schritt 2: nun müssen Sie Ihren Wunsch Untergrund am besten faltenfrei im Raum auslegen, achten Sie darauf, dass Sie ihn mit einem 10 Zentimeter Überstand auslegen. Sie sollten nun 24 Stunden verstreichen lassen, damit der Polyvinylchlorid Untergrund sich richtig akklimatisieren kann.

Schritt 3: nun geht es ans Zuschneiden des Untergrundes, hier sollten Sie zum Rand hin eine so genannte Dehnungsfuge von 1 mm lassen, damit die Oberfläche arbeiten und sich ausdehnen kann. Achten Sie auch darauf, die Ecken entsprechend zuzuschneiden und auch hier einen minimalen Abstand zu lassen. Ist auch dieser Schritt erledigt, folgt

Schritt 4: Sie müssen vorab entscheiden, ob Sie lose verlegen möchten oder vollständig kleben möchten. Bei der losen Variante werden höchstens die Ecken und Ränder mit Kleber befestigt, bei der „kompletten“ Version wird der ganze Untergrund geklebt und eingesetzt. Achten Sie bei dieser Art unbedingt darauf, dass der Untergrund feste angedrückt werden muss. Außerdem müssen Sie die Trocknungszeit beachten, da Sie den Raum nach Abschluss der Arbeiten nicht mehr betreten sollten. Bei Versionen zum Zuschneiden oder Klicken sind die Vorgehensweisen ähnlich, der Hersteller erklären unter Umständen aber sehr genau, wie Sie am geschicktesten vorgehen.

Stark verschmutzten PVC-Boden reinigen

Damit Sie möglichst lange Freude an Ihrem Untergrund haben, sollte er zunächst einer Grundreinigung unterzogen werden. Dies bedeutet, dass der Untergrund zuerst abgesaugt werden sollte, um gröbere Schmutzpartikel zu entfernen. Gerade bei Haustieren, die viel Fell verlieren, bietet sich dieser Vorgang öfter an. Damit Ihr Untergrund nicht beschädigt wird, raten wir Ihnen folgende Dinge zu vermeiden, wenn Sie Ihren Belag reinigen:

  • Vermeiden Sie Scheuermittel (Scheuermilch o.Ä.)
  • Keine Schrubber oder Bürsten zum reinigen verwenden
  • Vermeiden Sie lösungsmittelhaltige Wachse, Schmierseifen oder Lacke
  • Haben Sie Haustiere mit besonders scharfen Krallen, sollten Sie über eine Alternative zum oben genannten Untergrund nachdenken, da dieser sonst beschädigt werden kann
  • Befestigen Sie an Ihren Möbeln (Stühlen, Couch, Tisch) Möbelfüße, so werden unschöne Dellen und Abdrücke vermieden

Für die normale Reinigung reicht es aus, einen herkömmlichen Reiniger zu verwenden, um den alltäglichen Schmutz zu beseitigen. Wischen Sie mit einem weichen Mopp, um einfache Flecken zu entfernen. Ist der Untergrund sauber, lassen Sie ihn einfach an der Luft trocken werden und der Untergrund ist frisch und wie neu. Oft hilft es schon, mit klarem Wasser kurz durch zu wischen. Helfen diese Tricks nichts, können Sie den PVC-Boden reinigen, indem Sie sich eine Ein- oder Mehrscheibenmaschine besorgen, die Flecken entfernt. Die Oberfläche des Bodens wird dabei nicht beschädigt, ein spezieller Reiniger wird mit einem rotierenden Nylonpad eingearbeitet. Im Anschluss können Reste einfach aufgefegt oder weggesaugt werden. Allerdings sollte diese Variante nicht oft in Anspruch genommen werden, da auch hier Beschädigungen mit der Zeit entstehen.

Zur korrekten Abfallwirtschaft beitragen

Möchten Sie Verpackungen aus dem Material entsorgen, gehören diese in den gelben Sack. Bodenbeläge, die aus dem oben genannten Material bestehen, verfügen über etliche, chemische Weichmacher, die Entsorgung wird über den Restmüll geregelt. Haben Sie größere Mengen, so können Sie sie entweder verkleinern oder gegen eine geringe Gebühr im Recyclinghof Ihres Vertrauens abgeben. Damit ist das Entsorgen ein wahres Kinderspiel.