Der Klassiker unter den Bodenbelägen

Was ist Teppichboden?

Teppichboden ist der Klassiker unter den Bodenbelägen. Bis vor einigen Jahren war es der Standardbodenbelag in Wohnungen und Geschäftsräumen. Mittlerweile konkurriert er zwar mit anderen Belägen wie Laminat und Parkett, doch nichts vermag ein derart warmes Wohngefühl zu erzeugen. Auch Allergiker müssen die Auslegeware nicht mehr fürchten. Bei richtiger Reinigung und der Wahl eines niedrigen Flors wird der Hausstaub gebunden und lässt sich mit einem entsprechenden Filtersystem leicht aufsaugen. Teppich wird gerne verlegt, wo es fußwarm sein soll wie etwa im Schlafzimmer. Doch auch für viele Wohnzimmer wird immer noch dieser Bodenbelag gewählt. Teppiche werden flächig verlegt und müssen entsprechend fixiert werden. Die nicht gekettelten Enden werden unter Trittleisten oder Teppichleisten versteckt. Kleinere Teppiche werden als Designelement in Räumen genutzt. Sie sind auf Maß geschnitten und passen sich jedem Wohnstil an – vom wertvollen Orientteppich bis zur jugendlichen Hochflorbrücke.

Teppichboden reinigen

  • Wenn Teppich nicht stark verschmutzt ist, hat er den Vorteil schnell und leicht wieder sauber zu werden. Bei flachen Florteppichen werden am besten rotierende Bürsten verwendet, so löst sich Schmutz besser und auch Krümel, Haare und Fusseln werden zuverlässig entfernt. Die deutlich empfindlicheren Hochflorteppiche sollten jedoch ohne den Bürstenaufsatz vorsichtig gereinigt werden, da sonst die Teppichfasern leicht eingesaugt und beschädigt werden.
  • Bei starken Verschmutzungen oder für eine Grundreinigung kann auch mit Reinigungspulver gearbeitet werden. Das im Fachhandel erhältliche Mittel wird gemäß der Beschreibung auf der Packung einwirken gelassen und kann dann abgesaugt werden. Den Anweisungen ist Folge zu leisten, da es sonst bei empfindlichen Teppichtypen zu Verfärbungen kommen kann.
  • Schaum eignet sich ebenfalls für die Basisreinigung, allerdings ist es vor der Anwendung nötig, den Boden gründlich abzusaugen. Der Schaum wird aufgesprüht, mit einer Bürste eingearbeitet und nach dem Trocknen einfach abgesaugt. Grundsätzlich empfiehlt sich, alle Reinigungsmittel, die chemische Substanzen enthalten, an einer unauffälligen Stelle, etwa unter einem Möbelstück, zu testen. Kommt es zur Aufhellung, ist das Reinigungsmittel zu aggressiv und darf nicht weiter verwendet werden.
  • In Drogerien können spezielle Maschinen ausgeliehen werden. Dazu muss ein passender Teppichreiniger erworben werden. Das ist die teuerste, aber auch bequemste Lösung, da umständliche Reinigungsarbeiten entfallen. Zudem gibt es Firmen, die eine professionelle Teppichreinigung anbieten. Das ist vor allem dann empfehlenswert, wenn es nach Renovierungsarbeiten wie Streichen zu unschönen Farbflecken auf dem Boden gekommen ist.

Hausmittel zur Teppichreinigung

  • Essigwasser ist ein beliebtes Hausmittel zum Putzen, aber auch zur Teppichreinigung. Es ist sogar in der Lage ist, die ursprüngliche Farbe der Auslegeware wiederherzustellen. Nach dem Absaugen wird in Putzwasser Essig gegeben und diese Mischung mit einem Baumwolltuch eingegeben. Anschließend wird der Bodenbelag Stück für Stück damit abgerieben. Wird gerubbelt, führt das dazu, dass Staub und Schmutzpartikel in die Fasern eingearbeitet werden. Essigwasser eignet sich nicht für Hochflorteppiche.
  • Für alle Teppicharten hingegen passt feuchtes Salz. Normales, haushaltsübliches Salz wird angefeuchtet und über die gesamte Fläche gestreut. Nach einer Einwirkzeit von zwei Stunden ist es trocken und kann ganz einfach mit dem Staubsauger entfernt werden. So wird selbst tief sitzender Schmutz zuverlässig herausgelöst und entfernt. Salz ist auch ein ideales Mittel, um Flecken zu entfernen.
  • Bei Flecken, die von Wein oder Salatöl kommen, hilft genau das, was die Flecken auch verursacht hat. Die im Wein enthaltene Säure sorgt nach kurzer Einwirkzeit dafür, den Rotweinfleck zu entfernen. Alternativ eignet sich Backpulver. Kleinere Teppiche lassen sich übrigens ohne großen Aufwand mit Haarshampoo in der Badewanne saubermachen.
  • Um Schmutzpartikel aus Läufern und Brücken zu entfernen, bietet sich immer noch der Klassiker Teppichklopfen an. Mit einem entsprechenden Klopfer können die Teppiche einfach auf Balkon, Terrasse oder im Hof entstaubt werden.

Teppich verlegen

Um Teppich zu verlegen, muss zunächst der Untergrund vorbereitet und alte Klebereste abgeschabt werden. Unebenheiten auf dem Estrich können mit Spachtelmasse ausgeglichen werden. Danach wird die Auslegeware im Zimmer in Position gebracht und grob an den Wänden mit einem Teppichmesser abgeschnitten. 2-3 cm sollten noch abstehen. Um präzise zu schneiden, muss die Klinge scharf sein. In kleinen Räumen kann lose verlegt werden. Dafür wird spezielles, doppelseitiges Klebeband verwendet, um Wellen zu vermeiden. Ränder, Stöße und die Türschwellen werden mit dem Klebeband fixiert. Handelt es sich um einen Vliesrücken, sollte Verlegeklettband benutzt werden. Zwischendurch sollte der Belag immer wieder glattgestrichen werden. Danach könne Sie Ihren neuen Bodenbelag schon begehen. Eine stabilere Variante stellt die Verlegung mit einem speziellen Teppichbodenkleber dar. Die Masse wird auf den Untergrund aufgespachtelt, danach wird die Auslegeware fest angedrückt. Nach dem Auslegen schneiden Sie bei beiden Varianten die Überstände einfach sauber ab.

Alten Teppich entsorgen

Kleine Brücken dürfen Sie einfach in der Restmülltonne entsorgen. Bei Auslegeware genügt der Platz in der Tonne meistens nicht. In diesem Fall kann der Sperrmüll bestellt werden, um alten Teppich fachgerecht zu entsorgen. Wenn Sie nicht so lange warten wollen, können Sie den Bodenbelag auch zur Entsorgung zum nächsten Wertstoffhof bringen. Versichern Sie sich jedoch vorab mit einem Anruf, ob man Ihre Fracht dort auch zur Entsorgung annehmen wird. Es ist ebenfalls möglich, den alten Boden in einem Container, jedoch nicht zusammen mit Bauschutt zu entsorgen.